Rund 160 Tage dauert es, eine qualifizierte Stelle regulär zu besetzen. Eine Inspektion, ein Carve-out oder der Ausfall einer Schlüsselfunktion wartet keinen einzigen davon. Interim Management beschafft die knappste Ressource der Pharmaindustrie: Zeit.
Führung auf Zeit ist ein Präzisionsthema.
Diese Seite ist kein fünfter Markt. Sie ist die zweite Perspektive auf dieselben vier Märkte, Rx Specialty, OTC, Generika, CDMO: die Perspektive der Zeit. Sie richtet sich an Pharma- und Life-Sciences-Unternehmen, CDMOs und Investoren im DACH-Raum, bei denen eine Schlüsselfunktion jetzt besetzt sein muss, nicht in sechs Monaten. Wir vermitteln Interim Manager für genau diese Situationen: Werksleitung, Qualität, Sachkundige Person, Produktion, Supply Chain, Technik, Geschäftsführung, Transformation.
Der Weg dorthin ist bewusst kurz: ein Gespräch über die Einsatzlage, danach wenige passende Profile aus persönlicher Kenntnis, Diskretion in beide Richtungen und ein Ansprechpartner, der das Mandat selbst führt. Boutique, auch auf Zeit.
Der Anlass ist fast immer derselbe: Zeit. Die reguläre Besetzung einer qualifizierten Stelle dauert laut Bundesagentur für Arbeit im Schnitt rund 160 Tage. Eine Chargenfreigabe, eine Inspektionsauflage oder ein Carve-out wartet nicht so lange. Der Rest dieser Seite zeigt, was das kostet, was rechtlich gilt und wie sich die Lücke schließen lässt.
Was Interim Management ist. Und was nicht.
Interim Management ist der befristete Einsatz externer Führungskräfte, so nüchtern definiert es die Dachgesellschaft DDIM. Dahinter steht etwas sehr Konkretes: Eine erfahrene Führungskraft übernimmt operative Linien- oder Führungsverantwortung, mit klarem Auftrag und definiertem Ende. Sie macht selbst, statt zu empfehlen. Das unterscheidet sie vom Unternehmensberater.
Vom überlassenen Arbeitnehmer unterscheidet sie der Status. Beim Interim-Dienstvertrag bestimmt der Manager Arbeitszeit, Einsatzort und Vorgehen im Rahmen des Auftrags selbst und bleibt selbständiger Unternehmer. Arbeitnehmerüberlassung bedeutet dagegen befristete Anstellung, übertragenes Weisungsrecht und Eingliederung in die Organisation, mit Erlaubnispflicht nach dem AÜG. Die Grenze ist keine Formalie, sie entscheidet über Sozialversicherung, Haftung und Compliance (mehr dazu in Abschnitt 09).
Am Markt existieren drei Vertragswege: der direkte Dienstvertrag zwischen Unternehmen und Interim Manager, das Providermodell mit zwischengeschaltetem Vertragspartner und das Vermittlungsmodell, bei dem der Vertrag direkt zustande kommt und der Vermittler Auswahl und Anbahnung verantwortet. Wir arbeiten im Vermittlungsmodell: Der Dienstvertrag kommt direkt zwischen Ihnen und dem Interim Manager zustande, wir erhalten eine einmalige Finding Fee. Der Tagessatz gehört dem Manager, ohne laufende Marge dazwischen.
Drei Milliarden Euro, nüchtern vermessen.
Der Interim-Management-Markt in Deutschland lag 2024 laut DDIM Marktstudie 2025 bei 2,625 Milliarden Euro, unter der Prognose von 2,9 Milliarden; für 2025 erwartete der Verband rund 2,7 Milliarden Euro. Die AIMP-Marktstudie 2024/25, die den gesamten DACH-Raum vermisst, kommt auf 3,09 Milliarden Euro: Deutschland 2,4 Milliarden, Schweiz 400 Millionen, Österreich 260 Millionen. Dass die Werte differieren, liegt an Erhebungsjahr und Zuschnitt, nicht an einem Widerspruch: DDIM misst Deutschland, AIMP den gesamten DACH-Raum.
Die Anbieterseite: rund 12.000 aktive Interim Manager in Deutschland (DDIM), 16.700 im DACH-Raum (AIMP). Die Einsatzgründe verteilen sich laut EO Report 2025 (1.671 Befragte) auf Change Management mit 31,2 Prozent, Krisenmanagement mit 13,8 Prozent und die temporäre Ergänzung des Führungsteams mit 13,5 Prozent. Die Auslastung liegt je nach Studie zwischen 134 und 172 Einsatztagen pro Jahr; etwa die Hälfte der Mandate dauert sechs bis zwölf Monate.
Und eine Zahl, die es nicht gibt: Einen separaten Pharma-Anteil weist keine der Studien aus. Wir erfinden ihn nicht, wir sagen es dazu.
Vier Treiber, ein Muster.
Das IW-Gutachten im Auftrag des vfa (Oktober 2024) kommt zu einem klaren Befund: Jede vierte offene Stelle in der Pharmaindustrie kann nicht besetzt werden. 2023 standen 2.638 offenen Stellen rechnerisch 669 ohne passend qualifizierte Bewerber gegenüber; bundesweit fehlten rund 176.000 Fachkräfte in pharmarelevanten Berufen, in der Produktion blieb ein Drittel der Stellen unbesetzt. Die Lücken ballen sich dort, wo die Industrie sitzt: Rhein-Main und Oberbayern mit je über 12.200 fehlenden Fachkräften. Wenn eine Führungs- oder Expertenposition dauerhaft nicht regulär besetzbar ist, wird Interim vom Notbehelf zum Planungsinstrument.
Der Umbau der Branche ist real und dokumentiert. Bayer reduzierte die Belegschaft zwischen Juni 2023 und Ende 2024 von 102.048 auf 92.815, der Abbau trifft laut Konzernangaben vor allem Führungsebenen, und der Standort Frankfurt am Main wird bis Ende 2028 geschlossen, mit rund 500 Betroffenen in Produktion und Forschung. Jede dieser Bewegungen erzeugt Übergangssituationen: Transformationsprogramme, Carve-outs, Werksschließungen, Wissenssicherung. Genau dort werden erfahrene Führungskräfte auf Zeit gebraucht, die so etwas schon einmal geführt haben.
Der neue EU-GMP Annex 1 ist seit dem 25. August 2023 verbindlich, von 16 auf 58 Seiten erweitert, mit der Contamination Control Strategy als Kernstück. Eine unvollständige oder nur statisch dokumentierte CCS wird bei Inspektionen als Major Deficiency eingestuft und kann die Betriebserlaubnis steriler Linien gefährden. Dazu der Dauerdruck der Lieferengpässe: Ende 2022 waren rund 300 Medikamente knapp, im Oktober 2023 über 500 (BfArM-Liste); in einer Pro-Generika-Befragung 2024 gaben 78 Prozent der Mitglieder an, sich wegen der Vorratslagerungspflicht aus Märkten zurückzuziehen. Remediation, CSV, Nitrosamin-Prüfungen: Der Bedarf an QA-, QC- und Engineering-Expertise entsteht kurzfristig und duldet keine 160 Tage Vakanz.
Der CDMO-Markt, geschätzt rund 199 Milliarden US-Dollar schwer, sortiert sich neu. Der größte Deal: Novo Holdings schloss im Dezember 2024 die Übernahme von Catalent ab, rund 16,5 Milliarden US-Dollar Enterprise Value, parallel gingen drei Fill-Finish-Standorte für 11 Milliarden US-Dollar an Novo Nordisk. Jede Integration, jeder Carve-out, jeder Kapazitätsaufbau braucht Führung, bevor die Dauerorganisation steht. Das ist die Stunde des Interim Managements.
Die Rollen, die auf Zeit tragen.
Interim-Bedarf in Pharma entsteht an zwei Stellen: dort, wo eine Vakanz sofort Freigabe, Lieferfähigkeit oder Betriebserlaubnis berührt, und dort, wo eine Übergangssituation Führung braucht, bevor die Dauerorganisation steht. Danach ordnen wir die Rollen, nicht nach Organigramm.
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Werksleiter / Site Head
Führt Standort und Betriebserlaubnis durch Inspektion, Umbau oder Eigentümerwechsel. GMP-Verantwortung vom ersten Tag.
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Sachkundige Person (QP) nach § 14 AMG
Chargenfreigabe mit behördlicher Benennung. Die Funktion, deren Vakanz die Lieferfähigkeit direkt stoppt (Details in Abschnitt 06).
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QA- und QC-Leitung
Qualitätssystem, Abweichungen, CAPA, Inspektionsvorbereitung. Nach kritischen Findings die erste Adresse für Remediation.
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Herstellungs- und Kontrollleiter nach AMWHV
Die neben der QP unverzichtbaren Funktionen der Herstellungserlaubnis, auch sie interimistisch besetzbar.
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Produktionsleiter
Hält Output, Termintreue und Schichtsystem, während die Organisation sich neu sortiert.
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Technik / Engineering
Qualifizierung, Validierung, CSV, Anlagenprojekte, Annex-1-Nachrüstung.
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Supply Chain
Lieferfähigkeit unter Engpassbedingungen: Planung, Bestände, Priorisierung.
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Geschäftsführer / CEO auf Zeit
Führt durch Carve-out, Nachfolge oder Krise, bis die Dauerbesetzung steht.
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CFO auf Zeit
Reporting, Liquidität, Bankenkommunikation, Carve-out-Finanzen.
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Transformations- / Integrationsmanager
Post-Merger-Integration, Werksverlagerung, Programmleitung mit klarem Endtermin.
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Kommerzielle Führung / Launch-Management
Vertriebsleitung und Launches, wenn das Zeitfenster nicht auf die Festbesetzung wartet.
Interim QP: möglich. Unter Bedingungen.
Kaum eine Funktion zeigt die Besonderheit des Pharma-Interim-Markts so deutlich wie die Sachkundige Person nach § 14 AMG: persönliche Verantwortung für jede freigegebene Charge, formale Qualifikations- und Benennungspflichten, kein Raum für Improvisation. Wer hier vermittelt, muss die Rechtslage kennen, nicht ungefähr, sondern genau.
§ 15 AMG verlangt die Approbation als Apotheker oder ein mindestens vierjähriges Hochschulstudium der Pharmazie, Chemie, pharmazeutischen Chemie und Technologie, Biologie, Human- oder Veterinärmedizin, dazu mindestens zwei Jahre praktische Tätigkeit in der qualitativen und quantitativen Arzneimittelanalyse; Nicht-Apotheker weisen zusätzlich definierte Fächerkenntnisse nach. Nach § 19 AMG verantwortet die QP, dass jede Charge vorschriftsgemäß hergestellt und geprüft wurde, und bescheinigt dies in einem fortlaufenden Register.
Externe beziehungsweise beauftragte QPs sind marktüblich; Dienstleister bieten Chargenfreigaben flexibel an, teils unter eigener Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG. Zwei Dinge sind dabei unverhandelbar. Erstens die behördliche Benennung: Die Sachkenntnis muss gegenüber der zuständigen Behörde nachgewiesen und die Person benannt sein, bevor freigegeben wird; § 15 Absatz 6 AMG erleichtert immerhin den Wechsel zwischen Zuständigkeitsbereichen. Zweitens die Unteilbarkeit der Verantwortung: Die Chargenzertifizierung nach EU-GMP Annex 16 ist persönliche Aufgabe der QP und kann nur an eine andere Sachkundige Person delegiert werden, nie an Nicht-QPs.
Daneben bleiben die Leitung der Herstellung und die Leitung der Qualitätskontrolle nach AMWHV eigenständige, unverzichtbare Funktionen, und im Großhandel gilt die verantwortliche Person nach § 52a AMG, für die der Gesetzgeber bewusst keinen bestimmten Abschluss vorschreibt, sondern die erforderliche Sachkenntnis. Kurz: Eine Interim QP ist machbar, aber nur formal sauber. Qualifikationsnachweise, Benennung, Vertretungsregeln und Registerführung gehören vor den ersten Einsatztag, nicht danach.
160 Tage.
Keine Option.
Rund 160 Tage vergehen im Schnitt, bis eine qualifizierte Stelle regulär besetzt ist, sagt die Bundesagentur für Arbeit; Anfang 2025 waren es zeitweise 180. Eine Chargenfreigabe, eine Inspektionsauflage oder ein Carve-out kann so lange nicht warten. Ein Interim Manager übernimmt in Tagen bis wenigen Wochen, wenn das Netzwerk stimmt. Die 160 Tage sind amtlich. Der Rest ist Handwerk.
Der Abstand beträgt einen Euro.
Zwei Zahlen, nebeneinandergelegt. Der durchschnittliche Tagessatz eines Interim Managers lag 2024 laut DDIM bei 1.302 Euro. Der reale Tageskostensatz eines festangestellten Senior Managers mit 120.000 Euro Bruttojahresgehalt liegt nach der DDIM-Vollkostenrechnung bei 1.301 Euro: rund 247.000 Euro Gesamtkosten im Jahr, verteilt auf 190 produktive Tage. Der Abstand zwischen beiden Zahlen beträgt einen Euro. Die Rechnungen haben unterschiedliche Grundlagen, ein Marktdurchschnitt hier, eine Modellrechnung dort, aber sie räumen mit dem Reflex auf, Interim sei die teure Ausnahme.
Vollständig gerechnet: Der Interim-Tagessatz liegt nach Marktdaten 30 bis 60 Prozent über dem rechnerischen Tageskostensatz, trägt dafür aber soziale Absicherung, Ausfallzeiten, Weiterbildung und Akquisition selbst. Bei der Festanstellung kommen der Onboarding-Verlust der ersten drei bis sechs Monate, Vermittlungskosten von 25 bis 35 Prozent des Zieljahresgehalts und das Fehlbesetzungsrisiko einer langfristigen Bindung hinzu. Und die Vakanz selbst kostet, jeden Tag: Was unbesetzte Schlüsselpositionen in Pharma anrichten, beziffert unsere Analyse zur ökonomischen Tragweite: Umsatzeinbußen in Millionenhöhe.
Der Ertrag: Die Heuse-Studienreihe, eine Befragung von über 900 Interim Managern, beziffert den Return on Interim Management auf 5,82 Euro je investiertem Euro; 14 Prozent der Projekte erreichen mehr als das Zehnfache. Herausgeber ist ein Anbieter, die Methodik ist langjährig dokumentiert. Wir ordnen die Zahl deshalb als Richtwert ein, nicht als Gesetz.
Und unser eigenes Preisschild, der Vollständigkeit halber: Im Providermodell ist ein laufender Aufschlag von 25 bis 35 Prozent auf den Tagessatz marktüblich (AIMP); in einem dokumentierten Rechenbeispiel zahlt der Kunde 1.200 Euro pro Tag, 900 Euro erreichen den Manager. Das ist legitim, es finanziert Begleitung und Infrastruktur. Wir arbeiten anders: eine einmalige Finding Fee für die Vermittlung, der Tagessatz wird offen zwischen Ihnen und dem Manager vereinbart und bleibt ungeteilt. Keine versteckte Marge, keine laufende Provision. Sie sehen die echten Kosten, der Manager behält seinen vollen Satz.
| Studie | Raum | Tagessatz Ø | Erhebung |
|---|---|---|---|
| DDIM Marktstudie 2025 | Deutschland | 1.302 € Prognose 2025: 1.326 € | 2024 |
| AIMP Marktstudie 2024/25 | Deutschland | 1.338 € | 2024/25 |
| AIMP Marktstudie 2024/25 | Österreich | 1.282 € | 2024/25 |
| AIMP Marktstudie 2024/25 | Schweiz | 1.712 € | 2024/25 |
| Ludwig Heuse Studie 2024 | Deutschland | 1.219 € Höchstwert der Studienreihe | 2024 |
| EO Interim Management Report 2025 | International | 1.032,50 € | 2025 |
Pharma-spezifische Tagessätze weist keine der Studien separat aus. Regulierte Schlüsselrollen, etwa Sachkundige Person oder Werksleitung, liegen erfahrungsgemäß am oberen Ende des Korridors. Marktübliche Daumenregel: rund 1 Prozent des Bruttojahresgehalts einer vergleichbaren Festanstellung pro Einsatztag.
Selbständig heißt selbständig.
Der Status des Interim Managers ist kein Etikett, sondern Ergebnis der gelebten Praxis. Die Gesamtwürdigung nach § 7 SGB IV fragt: Weisungsgebundenheit in Zeit, Ort und Art der Tätigkeit? Eingliederung in die Betriebsorganisation? Unternehmerisches Auftreten mit mehreren Auftraggebern? Eigenes wirtschaftliches Risiko? Professionelle Mandate mit Projektcharakter, zeitlicher Begrenzung und Gestaltungsfreiheit sprechen in der Regel für echte Selbständigkeit. Kritisch wird die reine Dauer-Vakanzüberbrückung, wenn ein Externer exakt dieselbe Linienfunktion füllt wie Vorgänger und Nachfolger; darauf weist die DDIM ausdrücklich hin.
Die Werkzeuge dazu sind vorhanden. Das Statusfeststellungsverfahren nach § 7a SGB IV bei der Clearingstelle der Deutschen Rentenversicherung Bund liefert seit der Reform 2022 auf Wunsch eine Prognoseentscheidung vor Tätigkeitsbeginn und Gruppenfeststellungen für gleichartige Verträge. Zugleich hat das Bundessozialgericht die Prüfung 2024 branchenübergreifend verschärft: Weder ein hoher Tagessatz noch eine GmbH-Konstruktion schützen für sich genommen. Eine diskutierte Übergangsregelung (§ 127 SGB IV) soll gutgläubige Auftraggeber entlasten, ist aber Stand heute Gesetzgebungsdebatte, nicht geltendes Recht.
Und die Grenze zur Arbeitnehmerüberlassung: Seit der AÜG-Reform 2017 sind Scheindienstverträge sanktioniert; wird Weisungsrecht faktisch übertragen und die Person eingegliedert, liegt Überlassung vor, mit Erlaubnispflicht und der Fiktion eines Arbeitsverhältnisses als Sanktion. Für Auftraggeber heißt das schlicht: Vertragsmodell und Einsatzrealität müssen übereinstimmen. Wir sprechen das in der Anbahnung offen an, benennen die Grenzen und empfehlen, wo nötig, spezialisierte Rechtsberatung, statt eine Rechtssicherheit zu versprechen, die seriös niemand versprechen kann.
Sie sprechen mit dem, der sucht.
Das Modell ist bewusst klein: wenige Mandate parallel, jedes durchgehend in einer Hand. Sie schildern die Einsatzlage einmal, nicht dreimal. Die Vorschläge kommen aus dem Pharma-Netzwerk, das wir im Executive Search seit Jahren pflegen, von der Geschäftsführung bis in Site-Head- und Quality-Rollen. Wir schlagen nur vor, wen wir kennen, und sagen es offen, wenn wir die Richtigen gerade nicht haben.
Der zweite Vorteil ist die Brücke: Interim und Executive Search aus einer Hand. Die Interim-Besetzung hält den Betrieb, die Suche nach der Dauerlösung läuft parallel, die dokumentierte Übergabe ist Teil des Auftrags. So wird aus der Überbrückung keine Dauerabhängigkeit und aus der Dringlichkeit kein schlechter Kompromiss.
Die Grundlage bleiben die vier Märkte: Rx Specialty, OTC und Consumer Health, Generika und Biosimilars, CDMO und GMP. Wer die kommerzielle und regulatorische Mechanik dieser Subsegmente kennt, erkennt schneller, welches Profil eine Einsatzlage wirklich trägt. Führung auf Zeit ist dasselbe Handwerk wie Executive Search, nur mit der Stoppuhr in der Hand.